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Projekte

Biomasse Heizkraftwerk Siegerland

Siegerland

Gewerbegebiet Siegerland-Flughafen
Liebenscheid / Verbandsgemeinde Rennerod

1. Allgemeine Beschreibung

Die Ökotech GmbH errichtete gemeinsam mit der LEG Köln im Jahre 2005/2006 ein CO2-emissions-neutrales Biomasse-Heizkraftwerk mit dezentraler Heizkraftwerkstechnik, welches eine effiziente Energieversorgung ermöglicht. Die Anlage wurde im Juni 2006 erstmals in Betrieb genommen.
Der eingesetzte Brennstoff ist Holz gemäß der Altholzverordnungsklassen A1 bis A4. Neben der Annahme von fertig aufbereiteten Holzhackschnitzeln ist das Werk auch zukünftig in der Lage, ungebrochenes Holz aus regional kommunalen Unternehmen anzunehmen und für die Verwertung selbst aufzubereiten. So können auch kommunale Unternehmen hinsichtlich der Verwertung unterstützt werden.
Der erzeugte Strom wird in das vorhandene Netz des regionalen Energieversorgers (RWE) gemäß
EEG eingespeist oder direkt vermarktet. Die elektrische Leistung beträgt 16 MWel je nach Wärmebedarf.
Mit dem Beginn der Errichtung des Fernwärmenetzes in den Jahren 2008 wurde auch der Grundstein für die Wärmeversorgung gelegt. Bereits heute wird der Flughafen Siegerland mit allen Hallen etc. und die Fa. Fuhrländer (Windkraftanlagenbauer) im anliegenden Gewerbegebiet mit Fernwärme versorgt. Die Möglichkeit zum Anschluss besteht in dem gesamten Gewerbegebiet. Ausgehend von der bisher errichteten Hauptversorgungsleitung mit einer möglichen Versorgungsleistung von 14 MW, beträgt die derzeitige Anschlussleistung rd. 2,5 MW. Der weitere Ausbau des Netzes ist erklärtes Ziel für die nahe Zukunft.

2. Technik und Daten

Das Biomasse-Heizkraftwerk Siegerland besteht aus folgenden Anlagengruppen:

● Holzannahme, -lagerung, -aufbereitung sowie Holzförderstrecke
● Dampfkesselanlage mit Rostfeuerung
● Nachgeschaltete Rauchgasreinigungsanlage zur sicheren Einhaltung der vorgeschriebenen Emissionswerte gemäß 17. BImSchV
● Turbinen-Generatorsatz zur Stromerzeugung und Auskopplung von Wärme
● Neben- und Hilfseinrichtungen
● Nah- bzw. Fernwärmenetz mit einem Anschlußwert von derzeit rd. 2,5 MW
● Spitzenlastkessel auf HEL-Basis

Jährlicher Brennstoffdurchsatz (Holz):ca. 100.000 t/a
Feuerungswärmeleistung: < 50 MW
Gesamtwirkungsgrad: ca. 80 %
Jahresverfügbarkeit: 7.000-8.000 h/a
Nenndampfleistung: 60-66 t/h
Dampftemperatur: 450 °C
Dampfdruck: 46 bar (a)
Elektrische Leistung: 16 MWel
Thermische Leistung: ca. 20 MWth
Rauchgasreinigungsanlage: nach höchstem Stand der Technik
(17. BImSchV)
Personalstand: 15 Mitarbeiter
Grundflächen: ca. 23.000 m²

3. Stand des Projektes

3.1 Grundstück

Das ca. 23.000 m² große Grundstück im Gewerbegebiet Siegerland Flughafen wurde in 2004 für den Bau des Kraftwerks von der LEG erworben.

3.2 Genehmigung

Die für den Bau und Betrieb des Heizkraftwerks erforderliche BImSchG-Genehmigung wurde von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord des Landes Rheinland Pfalz, am 14.06.2004 erteilt. Neben dieser Hauptgenehmigung existieren weitere Anzeigengenehmigungen für umfangreiche Änderungen und Optimierungen der Anlage.

3.3 Dienstbarkeiten

Für die Errichtung des Fernwärmenetzes wurden für alle Streckenabschnitte umfangreiche Gestattungs- und Nutzungsverträge geschlossen.

4. Zustand der Gesamtanlage

Die Ökotech GmbH hat diese Anlage bereits am Standort Recklinghausen entwickelt und realisiert. Aufgrund dieser Entwicklung in Verbindung mit den damit verbundenen positiven Erfahrungen, wurde am Standort Flughafen Siegerland die baugleiche Anlage errichtet. Die Betriebsführung erfolgt ebenfalls durch die Ökotech GmbH. Sämtliche Anlagengruppen werden zweimal jährlich einer umfangreichen Revision, sprich Wartung und Instandhaltung unterzogen, um den neuwertigen Status zu erhalten. Neben diesen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten wurden zurückliegend auch umfang-reiche Optimierungen mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung vorgenommen. Die Optimierungen umfassen sowohl verfahrenstechnische Prozesse als auch konstruktive und materialverbessernde Änderungen. Im Ergebnis hält die Gesamtanlage alle Bestimmungen des Genehmigungsbescheides in Verbindung mit den Auflagen der 17. BImSchV sicher ein und unterschreitet einige Parameter sogar um ein Vielfaches.

 


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