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Projekte

Biomasse Heizkraftwerk Recklinghausen

Recklinghausen

Innovatives Entwicklungszentrums zur regenerativen Energieerzeugung

Recklinghausen Gewerbegebiet König-Ludwig 4/5

1. Allgemeine Beschreibung

Die Ökotech Ingenieurgesellschaft mbH errichtete im Jahre 2003/2004 ein von der EU gefördertes Entwicklungszentrum, bestehend aus einem CO2-emissionsneutralen Biomasse-Heizkraftwerk mit dezentraler Heizkraftwerkstechnik, welches eine effiziente Energieversorgung ermöglicht. Die Anlage wurde im März 2004 erstmals in Betrieb genommen.
Der eingesetzte Brennstoff ist Holz gemäß der Altholzverordnungsklassen A1 bis A4. Neben der Annahme von fertig aufbereiteten Holzhackschnitzeln ist das Werk auch in der Lage, ungebrochenes Holz aus regional kommunalen Unternehmen anzunehmen und für die Verwertung selbst aufzubereiten. So können auch kommunale Unternehmen hinsichtlich der Verwertung unterstützt werden.
Der erzeugte Strom wird in das vorhandene Netz des regionalen Energieversorgers (RWE) gemäß EEG eingespeist oder direkt vermarktet. Die elektrische Leistung beträgt ca. 16 MWel je nach Wärmebedarf.

Mit dem Beginn der Errichtung des Fernwärmenetzes in den Jahren 2005/2006 wurde auch der Grundstein für die Wärmeversorgung gelegt. Bereits heute werden umliegende Gewerbe- sowie Wohngebiete in Recklinghausen-Suderwich über das firmeneigene Fernwärmenetz versorgt. Ausgehend von der bisher errichteten Hauptversorgungsleitung mit einer möglichen Versorgungsleistung von 14 MW, beträgt die derzeitige Anschlussleistung rd. 5 MW. Der weitere Ausbau des Netzes ist erklärtes Ziel für nahe Zukunft.

2. Technik und Daten

Das Biomasse-Heizkraftwerk Recklinghausen besteht aus folgenden Anlagengruppen:

● Holzannahme, –lagerung, -aufbereitung sowie Holzförderstrecke
● Dampfkesselanlage mit Rostfeuerung
● Nachgeschaltete Rauchgasreinigungsanlage zur sicheren Einhaltung der vorgeschriebenen Emissionswerte gemäß 17. BImSchV
● Turbinen-Generatorsatz zur Stromerzeugung und Auskopplung von Wärme
● Neben- und Hilfseinrichtungen
● Nah- bzw. Fernwärmenetz mit einem Anschlusswert von derzeit rd. 5 MW
● Spitzenlastkessel auf HEL-Basis

Jährlicher Brennstoffdurchsatz (Holz): ca. 100.000 t/a
Feuerungswärmeleistung: < 50 MW
Gesamtwirkungsgrad: ca. 80 %
Jahresverfügbarkeit: 7.000-8.000 h/a
Nenndampfleistung: 60-66 t/h
Dampftemperatur: 450 °C
Dampfdruck: 46 bar (a)
Elektrische Leistung: ca. 16 MWel
Thermische Leistung: ca. 20 MWth
Rauchgasreinigungsanlage: nach höchstem Stand der Technik
(17. BImSchV)
Personalstand: 18 Mitarbeiter
Grundflächen: ca. 16.000 m²

3. Stand des Projektes

3.1 Grundstück

Das ca. 16.000 m² große Grundstück an der Maria-May-Straße wurde mit Kaufvertrag vom 29.08.2001 für den Bau des Kraftwerks erworben.

3.2 Genehmigung

Die für den Bau des Heizkraftwerks erforderliche BImSchG-Genehmigung wurde von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung Münster, am 21.12.2001 und für den Betrieb des Heizkraftwerkes am 31.07.2003 erteilt. Mit Datum 20.12.2007 wurde die Genehmigung zur Erweiterung des Holzlagers erteilt. Neben diesen drei Hauptgenehmigungen existieren weitere Anzeigengenehmigungen für umfangreiche Änderungen und Optimierungen der Anlage. 3.3 Dienstbarkeiten

Für die Errichtung des Fernwärmenetzes wurden für alle Streckenabschnitte umfangreiche Gestattungs- und Nutzungsverträge geschlossen. 3.4 Förderung

Auf Basis nachfolgender Förderprogramme

1. Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen –REN- , Programmbereich „Demonstrationsförderung“ vom Land NRW (Landesinitiative Zukunftsenergien) und

2. „Ziel II Phase V“ von der EU wurde dem Projekt eine EU Förderung aufgrund des Demonstrationscharakters bewilligt.

4. Zustand der Gesamtanlage

Die Ökotech Ingenieurgesellschaft mbH hat dieses Projekt entwickelt und realisiert und betreibt es auch als Eigentümer mit eigenem Personal. Sämtliche Anlagengruppen werden zweimal jährlich einer umfangreichen Revision, sprich Wartung und Instandhaltung unterzogen, um den neuwertigen Status zu erhalten. Neben diesen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten wurden zurückliegend auch umfangreiche Optimierungen mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung vorgenommen. Die Optimierungen umfassen sowohl verfahrenstechnische Prozesse als auch konstruktive und materialverbessernde Änderungen. Im Ergebnis hält die Gesamtanlage alle Bestimmungen des Genehmigungsbescheides in Verbindung mit den Auflagen der 17. BImSchV sicher ein und unterschreitet einige Parameter sogar um ein Vielfaches. Neben technischen Optimierungen werden selbstverständlich auch kaufmännische Optimierungen vorgenommen.


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